Tischgespräche mit der vietnamesischen Bevölkerung

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Der Klimawandel ist bereits Realität: Steigende Temperaturen, Änderungen beim Übergang von Trocken- zu Regenzeiten, die zunehmende Häufigkeit von heftigen Stürmen sowie der Anstieg des Meeresspiegels sind weltweit spürbar. Das Ausmaß der Folgen ist jedoch je nach Region sehr unterschiedlich. Besonders drastisch wirkt sich der Klimawandel in vielen Ländern des Südens aus, die oft nur unzureichend auf seine Auswirkungen vorbereitet sind.

Vietnam gehört zu den fünf vom Klimawandel am stärksten bedrohten Staaten der Erde und das obwohl es selbst nur marginal zum globalen Ausstoß von Treibhausgasen beiträgt. Das Land verfügt über eine 3260 km lange Küstenlinie und viele tief liegende Flussdeltas. Dadurch  ist es durch Stürme, Hochwasser, Überflutungen, Küstenerosion und Versalzung besonders bedroht. Hinzu kommt, dass die Mehrheit der Bevölkerung ausgerechnet in den Gebieten lebt, die am gefährdetsten sind. Die jetzt schon beobachtbaren Auswirkungen des Klimawandels, wie der Anstieg des Meeresspiegels sowie die zu erwartenden Konsequenzen sind einschneidender Natur.

An den Küsten fordern Taifune regelmäßig viele Todesopfer, und die Schäden umfassen fast jedes Jahr einen dreistelligen Millionen-Betrag (in US-Dollar) – Tendenz steigend. In der Landwirtschaft und der Fischerei werden dramatische Einbrüche erwartet, vor allem im Reisanbau, einem der wichtigsten ökonomischen Faktoren des Landes. Saisonale Dürreperioden halten in einigen Regionen immer länger an und verursachen Wassermangel, Ernteausfälle und Feuerausbrüche.

Temperatur- und Niederschlagsänderungen können aber auch die Verbreitungsgebiete von Arten verschieben und zu lokalem Aussterben führen.Davon sind auch die Arten betroffen, die für die lokale Wirtschaft von hoher Bedeutung sind, zum Beispiel diverse Bambus-Arten. Überschwemmungen und Temperaturanstieg haben auch Folgen für die Städte und ihre Bewohner. Vor allem  der einkommensschwache Teil der Bevölkerung, der größtenteils in einfachen Behausungen lebt, ist Stürmen, Überflutungen und auch Epidemien wie dem Dengue-Fieber meist ungeschützt ausgesetzt.

 

Diese Ausstellung wurde entwickelt im Rahmen des Projektes „KlimaTisch – Partizipative Medien für eine klimagerechte Welt“ durch die Gesellschaft für Internationale Solidarität und Partnerschaft –  Gespa e.V. in Kooperation mit Bildung trifft Entwicklung –  Regionale Bildungsstelle Nord.

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Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

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